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Impressum

Landwehr bei Hückeswagen-Wiehagen

Lage:

Zu beiden Seiten (hautpsächlich südlich) der Straße Erlensterz (Kreisstraße 1) nordöstlich des Hückeswagener Stadtteils Wiehagen

Einführung:

In einen kleinen Wald nördlich des Wohngebiets am Falkenweg in Hückeswagen-Wiehagen befindet sich ein ca. 150 m langer, geradliniger Wall. In der mir bekannten Literatur wird dieses Erdwerk nicht erwähnt. Das es sich um eine Landwehr handelt belegt der in unmittelbarer Nähe vorhandene Straßenname Zur Landwehr.

Verlauf:

Der Wall beginnt am östlichen Waldrand zwischen Erlensterz und Wiehagen und verläuft durch den Wald absteigend in Richtung West-Süd-West. Kurz vor der Straße Erlensterz (Kreisstraße 1) endet der Wall und setzt sich stark verschliffen auf der anderen, nördlichen Straßenseite fort. Dort endet er am westlichen Waldrand.

Durchgänge:

Bodenfunde:

Die Bodenfunde entsprechen der Verlaufsbeschreibung. Hinweise auf eine Fortführung habe ich noch nicht ermitteln können.

Entstehungszeit und -zweck:

Eine Landwehr an dieser Stelle läßt zwei Deutungsmöglichkeiten zu. Entweder handelte es sich um einen Abschnitt einer Hückeswagener Stadtlandwehr, die den Ort und Burg (später Schloss) umgab. An anderen Stellen um Hückeswagen könnten dann weitere Bodenfunde vorhanden sein, die mir aber nicht bekannt sind.

Daher handelt es sich vermutlich eher um eine Wegsperre für die sogenannte Bergische Eisenstraße, über die seit dem Spätmittelalter aus dem Siegerland Roheisen zu dem Schmieden und Eisenhämmern des Wupperaums transportiert wurde. Die Eisenstraße verlief zwischen Erlensterz und Pixwaag.

Auffallend sind die zahlreichen Orte der Gegend mit einem -hagen im Namen: Wiehagen, Winterhagen, Brasshagen, Engelshagen, Steffenshagen, Dürhagen etc. Hagen bedeutet "von einer Hecke eingefriedeter Ort" und liegt etymologisch in der Nähe von Landhagen oder Stadthagen, weitere Bezeichnungen für eine Landwehr.

Literatur:

Kartenwerke:

Quellen:

Weblinks:

Anmerkungen:

Geodaten:

Rote Linie: Durch Bodenfunde oder Kartierung nachgewiesener Verlauf.
Gelbe Linie: Durch Quellen und Urkunden belegter, wahrscheinlicher Verlauf.
Grüne Linie: Mögliche Spuren eines Gebücks.
Orange Linie: Aus dem Luftbild erkennbare Boden- oder Vegetationsveränderungen aufgrund von Bodenverdichtungen.
Lila Linie: Vermuteter, bislang nicht belegter Verlauf.

Bilder:

Der gut ausgeprägte Wall im Wald fällt zur Straße Erlensterz (Kreisstraße 1) ab. Foto (jm) Das Ende am östlichen Waldrand. Die Wiehagener Wohnsiedlung im Hintergrund liegt an der Straße Zur Landwehr. Foto (jm)
Vor dem erhöhten Damm der Kreisstraße (oberes Bilddrittel) endet der Wall. Dahinter gibt es eine Fortführung. Foto (jm) Blick in Gegenrichtung. Foto (jm)

(jm)